Ulrich Schmitt von der Fogra, dort Abteilungsleiter Qualitätssicherung, unternimmt einen Ausblick in die Zukunft.
Maschinenabnahme, so Schmitt, ist die Basis industrieller Fertigung, und darf nur die Maschine berücksichtigen und muss deshalb unabhängig von Umgebungsparameter oder anderer Variablen, wie Verbrauchsmaterialien erfolgen.
Richtlinien zu Abnahme sind Handbücher und Richtlinien zur technischen Abnahme von Bogen- und Akzidenz-Rollenoffsetmaschinen, Endlos- und Formulardruckmaschinen sowie Richtlinien zur Abnahme von Druckmaschinen im Wellpappendirektdruck.
Die Abnahmerichtlinien sind schon ein paar Jahre alt, heute müssen neue Toleranzwerte und Qualitätsanforderungen berücksichtigt werden. So ist die Verbesserung der Methoden zur Messung der Streifenbildung ein sehr relevantes Projekt. Die Messmethoden müssen reproduzierbar sein, gerichtstauglich sein, und messtechnische sowie visuelle Ergebnisse müssen korrelieren.
Es ist gemeinsame Aufgabe der Verbände, Hersteller und Institute, die Richtlinien zu überarbeiten und den neuen technischen Optionen und Messverfahren anzupassen. Visuelle Auswertungen wurden dabei zunächst problematisch bewertet, da selbst die Aussagen von Fachexperten differieren. Verlässlich sind allein Messmethoden. Eine Untersuchung mit Stand September zeigt jedoch eine hohe Korrelation (Koeffizienz von 0,91) zwischen visuellen Einschätzung und der Messmethoden von Forgra oder SID.
Wiederholgenaue Messmethoden hinsichtlich der Streifenbildung existieren nun. Die Abnahmerichtlinie für Lackierwerke om Bogenoffset sind ein aktuelles Projekt der Fogra, das bis Jahresende neue Ergebnisse zu Tage fördern soll. Weitere Richtlinien, auch für große Formatbreiten, sind in Planung,